Unternehmenshistorie

    1881 gründet der Maschinenbauer Carl Schenck im Hessischen Darmstadt die Carl Schenck Eisengießerei und Waagenfabrik Darmstadt. 1894 erfolgt die Umwandlung in eine GmbH, Mitgesellschafter werden sein Schwiegersohn Dr. Georg Büchner und sein Neffe, der Ingenieur Emil Schenck.

    Die erste Innovation wird entwickelt – der „Registrierapparat“. Ein Kartendrucker für die Laufgewichtswaage, der das Gewicht übersichtlich anzeigt. Er wird 1887 patentiert.

    Bereits 1891 folgt das nächste Patent – die „selbstständige Laufgewichtswaage“ für Schmalspur- und Hängebahnfahrzeuge. Sie wird im Jahr 1900 auf der Weltausstellung in Paris mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Durch sie wird die Firma in wenigen Jahren auch in Übersee bekannt.

    Im Jahr 1900 wechselt Carl Schenck als Vorsitzender in den ersten Aufsichtsrat.

    Ab dem Jahr 1930 werden die ersten Dosierbandwaagen gebaut. Die wachsende Industrialisierung bietet ungeheure Möglichkeiten, so bietet das Unternehmen auch Gemengewaagen für Betonmischanlagen und Straßenbaumaterial, D-Zug-Wagenkästen-Verwiegeeinrichtungen sowie die ersten Leuchtbildwaagen an. Diese konnte 1931 mit einem Zahlendrucker ausgerüstet werden, der später zur Eichung zugelassen wurde.
    1933 folgten die ersten Gleis- und Straßenfahrzeugwaagen ohne die bis dahin übliche Entlastung.

    Ab den 1950er Jahren wächst das Unternehmen auch durch Übernahmen. Schon früh, bereits ab 1960, orientiert man sich trendbewusst in Richtung der deutlich moderneren elektronische Wägesysteme.

    Die 1970er Jahre stehen im Zeichen der internationalen Entwicklung und Expansion. Schließlich wird die Carl Schenck Maschinenfabrik GmbH in die Carl Schenck AG umgewandelt. 1984 folgt dann der Börsengang.

    Nach der ersten Übernahme von AccuRate Inc. in den USA, führt das Unternehmen eine an Business-Segmenten orientierte Struktur ein. Der Start für Schenck Process als ein autonomes Unternehmen.

    Im Jahr 2000 übernimmt die Dürr AG die Mehrheitsbeteiligung an der Carl Schenck AG, auf die im Jahr 2004 der Squeeze-out der verbleibenden Carl Schenck-Aktionäre folgt.

    2005 erfolgt die Ausgliederung aus der ehemaligen Carl Schenck AG durch ein Management Buyout. Seither ist die Schenck Process GmbH ein eigenständiges Unternehmen.

    Durch verschiedene Übernahmen hat es sich stark vergrößert und seinen Umsatz innerhalb weniger Jahre nahezu verdreifacht. Diese konsequente Wachstumsstrategie zeichnete u.A. die Unternehmensberatung Oliver Wyman und Wirtschaftszeitschrift „Produktion“ mit ihrem „Strategiepreis Maschinenbau 2007“ aus.

    Heute ist Schenck Process einer der weltweiten Technologie- und Marktführer im Bereich der angewandten Messtechnik.Weltweit werden innovative Lösungen für verfahrenstechnische Prozesse der Wäge-, Dosier- und Schwingtechnologie entwickelt. Hightech-Systeme und Komponenten für das Wägen, Dosieren sowie Schwingfördern und Sieben. Intelligente Messtechnik, die unter anderem in den Bereichen Zement, Stahl, Chemie, Pharma, Food und Transport zum Einsatz kommt.