Pneumatische Förderung

    Das Prinzip der pneumatischen Förderung basiert auf der Tatsache, dass sich Schüttgüter mittels Luft durch Rohrleitungen bewegen lassen. Die strömende Förderluft überträgt auf das Schüttgut eine Vortriebskraft und fördert es so durch die Förderleitung. Die pneumatische Förderung erfordert immer einen Druckunterschied zwischen Anfang und Ende der Rohrleitung. Zur Überwindung dieses Druckunterschiedes kommen Fördergebläse zum Einsatz.

    Die Höhe des aufzubringenden Druckunterschiedes hängt neben der Länge und Verlegung – der Isometrie – der Förderleitung auch von der Konzentration des Schüttgutes in der Förderleitung – der Beladung – ab. Die pneumatischen Förderverfahren lassen sich hinsichtlich ihrer Beladung in Dünnstrom-, Strähnen- und Dichtstromförderung unterscheiden. Generell unterscheidet man zwischen Saug- und Druck-Förderanlagen und den kombinierten Saug-Druck Förderanlagen.

    Historisch entstanden die ersten pneumatischen Förderanlagen in Verbindung mit der Entladung von Getreide aus Überseeschiffen. Später breitete sich diese neue Technologie der Stetigförderung in andere verfahrenstechnische Bereiche aus.

    Heutige Spezial-Anwendungen sind:

    • Brennerbeschickung mit brennbaren Stäuben und alternativen Brennstoffen im Bereich der Zementindustrie
    • Einblaslanzenbeschickung im Bereich der FE- und NE-Metall-Verhüttung
    • Pneumatische Förderungen im Recycling-Bereich
    • Einblasung alternativer Brennstoffen in Wirbelschichten im Kraftwerk

    Hier geht es um den Transport von Pulvern, Granulat, Flocken und anderen trockenen Schüttgütern in umschlossenen Förderleitungen mithilfe von Luft, die in der Regel von einem Gebläse erzeugt wird.

    Schenck Process bietet die folgenden pneumatischen Fördersysteme für zahlreiche Anwendungsbereiche:

    • Kontinuierliche Niederdruck-Dichtstromförderung
    • Vakuum-Dichtstromförderung
    • Druck-Dünnstromförderung
    • Vakuum-Dünnstromförderung
    • Vakuum-/Druck-Dünnstromförderung

    Gängige Anwendungen der Dichtstromförderung:

    • Produkte mit hohem Schüttgewicht
    • Abrasive Materialien wie z. B. Zucker
    • Bruchempfindliche Materialien wie Tierfutter nach dem Extruderprozess oder Rußsprühkristalle
    • Mischprodukte wie Wasch- und Reinigungsmittel
    • Produkte, die nicht kontinuierlich an ihren Zielpunkt gefördert werden müssen, z. B. Kunststoff-Pellets

    Gängige Anwendungen der Dünnstromförderung:

    • Produkte mit geringem Schüttgewicht
    • Nicht abrasive Materialien wie z. B. Mehl
    • Robuste Produkte