Kabelschaltkasten

    Kabelschaltkästen sind für fast alle Waagen-Anwendungen unverzichtbar. Sie verbinden mehrere Wägezellen mit einer Auswerteelektronik.

    Doch was so simpel klingt braucht, genau wie andere Komponenten, eine anwendungsspezifisch angepasste Konstruktion. Diese ist zum Beispiel auch abhängig von den Umgebungsbedingungen.

    Die Kabelschaltkästen unterscheiden sich bereits oberflächlich durch verschiedene Gehäuse-Materialien. So werden Aluminiumgehäuse speziell bei hohen Umgebungstemperaturen bis ca. plus 150 Grad Celsius, abhängig vom verwendeten Messkabel, eingesetzt. In aggressiven Umgebungen werden häufig Polyestergehäuse verwendet. Edelstahlgehäuse hingegen sind universell einsetzbar. Für explosivgefährdete Bereichen werden spezielle Zusammenschaltkästen angeboten.

    Weitere Unterschiede betreffen den Einsatz und die Anzahl der Wägezellen. So werden Wägezellen beispielsweise mit 4-Leiter- und mit 6-Leiter-Anschluss zusammen geschaltet. Kabelschaltkästen mit den Typenbezeichnungen DKK und VKK haben ein sogenanntes Potentialausgleichsblech für einen fachgerechten Anschluss der Potentialausgleichsleitungen.

    Beispielhafte Konstruktionen für spezielle Anwendungen:

    Kabelschaltkästen VKK 280×1: eingesetzt zur Verlängerung des Wägezellenanschlusskabels.
    X steht für das Gehäuse-Material. 0 = Polyester, 1 = Alu, 2 = Edelstahl

    Zusammenschaltkästen VKK 280×4 DKK 6, VKK 280×6, und VKK 280×8: zur Zusammenschaltung von 4, 6 bzw. 8 Wägezellen einer Waage.

    Bei hohen Anforderungen an die Wägegenauigkeit kann mit den eingebauten Vorschaltwiderständen ein Eckenabgleich erfolgen. Zum Beispiel mittels Abgleich über zeitsparende Steckbrücken.

    Kabelschaltkästen FAK: speziell für Anwendungen mit einer Bandwaage.
    Zum Verlängern des Wägezellenanschlusses sowie weiterer Sensorleitungen. Zugleich können Signale mehrerer Wägezellen zusammengefasst werden. Dies geschieht in diesem Fall ohne Eckenabgleich. Des weiteren sind Anschlüsse für Motor, Thermo und Tacho Signale vorhanden.