Elastomerlager

    Wägezellen benötigen zur Einleitung der Kräfte in Messeinrichtungen geeignete Lager, die eine horizontale Bewegung des gewogenen Systems ermöglichen.

    Diese Bewegung ist begrenzt auf eine jeweils zulässige Horizontalverschiebung. Abhängig von dieser Größe setzt man unterschiedliche Lagervarianten ein, wie Elastomerlager, Pendellager, Vielkugellager und Kegelspitze/Pfanne Lager.

    Elastomerlager zeichnen sich durch vielfältige Einsatzmöglichkeiten aus und dienen zum Beispiel der messtechnisch optimalen Krafteinleitung in die Ringtorsions-Wägezellen. Eingesetzt werden sie unter anderem bei allen Industriewaagen, wie z. B. Behälterwaagen, Rollgangswaagen, Kranwaagen und Straßenfahrzeugwaagen.

    Aufbau: Die Elastomerlager bestehen aus dem Druckstück zur Lasteinleitung, dem Elastomer zur Selbstzentrierung und der Grundplatte zur Lastausleitung in die Unterstützungskonstruktion. Aufgebaut sind sie aus übereinanderliegenden Gummi- und Metallschichten. So sind sie in horizontaler Richtung sehr flexibel und weich, in vertikaler Richtung hingegen sehr steif. Daher eignen sie sich auch hervorragend für den rauen Industriebetrieb, wo sie seitliche Stöße, Verschiebungen und Vibrationen relativ unbeeinflusst aufnehmen. Zudem sind sie mit dem Aufleger fest verbunden und benötigen bei nur kleinen Querkräften keine Lenker. Daraus erklärt sich auch die perfekte Funktion.

    Funktion: Die zu messende Gewichtskraft wird über das Druckstück in die Wägezelle eingeleitet. Die vertikale Einfederung ist bauartbedingt äußerst gering und lastproportional. Auftretende Seitenkräfte verformen das Elastomerlager parallel. Es zentriert sich automatisch, sobald die Seitenkraft wegfällt.

    Interessant sind in der Praxis auch komplette Wägemodule, sogenannte Kompaktlager.