Darmstadt, 21. Mai 2013

    Hohe Verfügbarkeit, geringer Verschleiß: Schenck Process erweitert sein Portfolio an Injektor-Durchblas-Messer-Schleusen für Alternative Brennstoffe

    Neues Modell IDMS 120 kann Effizienz von Anlagen deutlich steigern

    Schenck Process, einer der Weltmarktführer im Bereich der angewandten Mess- und Verfahrenstechnik, erweitert sein seit Jahren praxisbewährtes Portfolio an Durchblas-Messer-Schleusen um ein weiteres Modell: Die neue Injektor-Durchblas-Messer-Schleuse IDMS 120 zeichnet sich vor allem durch ihr Verschleißkonzept und ihre Überlastsicherheit aus und hat eine ausgezeichnete Standzeit bei gleichzeitig hoher Verfügbarkeit.

    Einsetzbar ist die IDMS 120 – die Angabe beschreibt den Zellenraddurchmesser in Zentimetern – zum Beispiel in Drehrohröfen in der Zementindustrie oder in Wirbelschichtöfen im Kraftwerksbereich. Entwickelt hat Schenck Process die Zellenradschleuse für die pneumatische Förderung speziell für den Einsatz von alternativen Brennstoffen (RDF) – zum Beispiel Fasern, Holzhackschnitzel oder Kunststoffschredder – die zur energetischen Nutzung verfeuert werden. Ein Fördergebläse transportiert die Brennstoffe dabei mittels Förderluftdruck durch die Rohrleitung in den Ofen. Die Grundherausforderung ist also, Material der Leitung sicher zuzuführen, während in dieser Überdruck herrscht: Die IDMS 120 speist dabei das Brennmaterial mit einem Druck von bis zu 350 mbar in die Förderleitung ein.

    „Mit der Erweiterung unseres IDMS-Baukastens durch die IDMS 120 gehen wir auf den Markttrend ein, der immer höhere Förderleistungen fordert“, erklärt Harald Faber, zuständig für den Bereich Application Development Alternative Fuels bei Schenck Process. „Wer seine Anlage mit der neuen Schleuse nachrüstet, kann unter Umständen damit seine Förderleistung verdoppeln – ohne Leitung oder Brenner kostspielig austauschen zu müssen.“ Die hohe Flexibilität der pneumatischen Förderung eröffnet zudem gerade Kunden im Bereich der Ofentechnik die Möglichkeit, die Schleuse testweise an verschiedenen Stellen einzusetzen und so den optimalen Einblaspunkt in den Ofen und damit auch Standort innerhalb ihrer bestehenden Infrastruktur zu ermitteln.

    Darüber hinaus verfügt die IDMS 120 über ein einzigartiges Verschleißkonzept: „Die Durchblas-Messer-Schleuse ist modular aufgebaut. Alle wesentlichen Gehäuseteile sind austauschbar. Die am Zellenrad vorhandenen Schleißleisten lassen sich vor Ort und mit einfachem Werkzeug auswechseln, ohne dass eine Nachjustage nötig wird. „Durch den harten Dichtspalt des Zellenrades gegenüber dem Gehäuse verläuft der Verschleiß langsam und kontinuierlich. Er wird damit beherrschbar. Eine dramatische Erhöhung der Leckluftverluste und ein damit einhergehendes Zusammenbrechen der pneumatischen Förderung sind sicher ausgeschlossen“, erklärt Faber weiter.

    Dank des Einsatzes einer TorqLoc®-Wellen-Nabenverbindung ist das neue Antriebskonzept überlastsicher: Kommt es materialbedingt zum Blockieren der IDMS, verursacht etwa durch Störstoffe oder Fremdkörper, so wird eine nachhaltige Beschädigung des Antriebsstranges vermieden.