Darmstadt, 09. Oktober 2014

    Modernes Steinkohle Kraftwerk setzt auf Verlade- und Versandautomation von Schenck Process

    Versandsoftware LOGiQ steuert vollautomatische Ein- und Ausgangswägungen sowie Verladung von Gips und Flugasche / „Tag der offenen Tür“ im Karlsruher Rheinhafen-Dampfwerk Block 8

    Als eines der modernsten und effizientesten Steinkohlekraftwerke weltweit hat Block 8 im Karlsruher Rheinhafen-Dampfwerk (RDK) diesen Mai seinen Betrieb aufgenommen. Am 11. Oktober eröffnet der Energieversorger EnBW die Anlage offiziell mit einem „Tag der offenen Tür“. Bei Führungen erleben Besucher die Prozesse im Kraftwerk und lernen dabei auch die Logistiklösung LOGiQ von Schenck Process GmbH für die automatisierte Verladung der Abfall- und Nebenprodukte kennen.

    Kraftwerk gleicht Lücken der Energiewende aus
    Rund 1,3 Milliarden Euro hat der Energieversorger EnBW in den Bau des Steinkohlekraftwerks RDK Block 8 investiert. Mit einem Nettowirkungsgrad von 46 Prozent hält das Kraftwerk nach Angaben des Betreibers den Weltrekord. Der Strom und die Fernwärme, die hier erzeugt werden, gleichen Engpässe der erneuerbaren Energien aus.

    Rohkohle zerkleinern, verbrennen, Wasserdampf erzeugen und damit über eine Turbine den Generator zur Stromgewinnung in Schwung bringen, auch modernste Steinkohlekraftwerke lassen sich auf dieses Grundprinzip vereinfachen. Flugasche und Gips bleiben als Abfall- und Nebenprodukte der Verbrennung und Rauchgasreinigung übrig. Beides wird in der Baustoffindustrie weiterverarbeitet.

    Vom Kraftwerk in die Baustoffindustrie mit LOGiQ
    An dieser Stelle unterstützt LOGiQ, die vollautomatisierte Logistiklösung der Darmstädter Schenck Process GmbH die Abläufe. Drei Verladewaagen mit Fahrerselbstbedienungsterminal, beidseitig angebrachten Ampeln, Sensoren und Anzeigen am Flugaschesilo sowie ein identisches System am Gipssilo ermöglichen dem LKW-Fahrer die selbstständige Beladung der zwischengelagerten Reaktionsprodukte. Andere Nebenprodukte, die dem Kraftwerk per LKW zugeliefert werden, wie etwa Rohöl, lassen sich vor der Entladung über die baugleich ausgestattete, neu installierte Pfortenwaage abfertigen. Die neuen Systembausteine aus der modularen Versandautomation LOGiQ sind an integrierte Bestandswaage von Schenck Process im benachbarten Mittellastkraftwerk RDK Block 7 gekoppelt. Technisch aufgewertet wurde das System dort um ein Fahrerselbstbedienungsterminal mit allen genannten Komponenten und elf Freigabeterminals.

    Die Hard- und Softwareelemente der LOGiQ Versandautomation steuern und dokumentieren sämtliche Verlade- und Wiegeprozesse an den Silos. Alle Vorgänge werden protokolliert, gespeichert und archiviert. Transporte in und aus dem Kraftwerk sind rund um die Uhr und unabhängig von zusätzlichem Bedienpersonal möglich. Die Prozesse stehen unter ständiger Kontrolle der LOGiQ Software und sind nicht manipulierbar.
    LOGiQ ist zuverlässig, spart Ressourcen, verkürzt Wartezeiten, vernetzt Insellösungen und kontrolliert durch seine genaue Messung der Ladung den Materialfluss.

    Das Lieferpaket der modularen vollautomatischen Versandsoftware LOGiQ von Schenck Process für RDK Block 8 beinhaltet:

    • Wägecontainer / Verladewaagen / Pfortenwaage / Fahrerselbstbedienungsterminals / Ampeln / Sensoren / Anzeigen / redundanten Datenbankserver / LOGiQ Software und Lizenzen / Planung, Dokumentation und Projektleitung / Montage und Schulung

    Die Vorteile von LOGiQ sind:

    • Automatisierte Abläufe von der Bestellung bis zum Versand

    • Steuerung der Warenströme zu und von den Produktionsprozessen

    • Automatisierung des Datentausches zwischen Prozess- und kommerziellen Systemen

    • Lückenlose Dokumentierung aller Abläufe

    • Exakt definierte Ent- und Verladungen, auch ohne Bedienpersonal