Darmstadt, 02. September 2006

    Drehgestellprüfstand MULTIRAIL® BogieLoad

    Wir machen Druck für Sicherheit und weniger Verschleiß

    Zwei Faktoren sind entscheidend bei hohen Zuggeschwindigkeiten: Sicherheit und möglichst geringer Verschleiß. Beides bedingt sich gegenseitig – und nur perfekt gewartete Drehgestelle gewährleisten dies. Hier kommt eine neu entwickelte Schenck Process Technik ins Spiel: der erste Prüfstand mit Spindeltechnologie.

    Mit MULTIRAIL® BogieLoad setzte Schenck Process von Anfang an auf Sicherheit durch Rundumüberwachung. Der Drehgestellprüfstand, der in vollelektromechanischer Ausführung konzipiert ist, prüft Drehgestelle inzwischen mit der sogenannten Spindeltechnologie, die von Schenck Process entwickelt wurde. Mit diesem neuen Feature erhöht sich unter anderem die Reproduzierbarkeit und Genauigkeit. Zusätzlich wird der Wartungsaufwand verringert.

    Eine neue Technologie, die sich rechnet

    Welchen Nutzen bringt die Spindeltechnologie den Anwendern?

    Die Antwort der Schenck Process Spezialisten bringt Klarheit. Die neue Technologie ermöglicht eine hohe Wiederholgenauigkeit und senkt zugleich die Störanfälligkeit.

    Die Positioniergenauigkeit wird erhöht. Der automatische Ablauf mit Verholeinrichtung und die vollautomatische Zentrierung des Drehgestells steigern den Bedienungskomfort und sorgen im Endeffekt ebenfalls für mehr Sicherheit.

    Als weiteren Pluspunkt nennen die Entwickler die bemerkenswerte Genauigkeit bei der Rechts-Links-Prüfung.

    Bei allen Prüfparametern ist eine bemerkenswert hohe Reproduzierbarkeit möglich.
    So rechnen sich unterm Strich gleich mehrere Faktoren: hohe Genauigkeit, geringe Störanfälligkeit und reduzierte Wartungskosten.

    BogieLoad Anwendungen und technische Daten

    Die neue Prüfstand-Technologie von Schenck Process wird zur Prüfung von Drehgestellen für Hochgeschwindigkeits-Züge eingesetzt. Der BogieLoad misst und erfasst die Radlastverteilungen mittels Wägebalken. Geometrische Daten wie z. B. die Achsparallelität gehören zu den zusätzlichen Messparametern.

    Anwendungsbeispiele:
    Drehgestelle von Hochgeschwindigkeits-Zügen: ICE 1, ICE 2, ICE 3, ET 420, ET 426.

    Technische Daten:

    • Abmessungen: L = 5,4 m x B = 6 m x H = 5,82 m
    • Kraftgeneratoren im oberen Portal: Max Prüfkraft 250 KN
    • Ermittlung der Radaufstandskräfte mit Genauigkeit besser als +/- 250 N
    • Vermessen der Achsparallelitäten und Abstände mit Genauigkeiten besser als +/-0,3 mm
    • Automatische Anpassung an verschiedene
    • Drehgestellgeometrien, z. B. Achsabstände, Raddurchmesser, Automatische Messdaten-Protokollerstellung