Stahlerzeugung

    Das neue „Gold“

    Der meist verwendete Konstruktionsstoff der Welt
    Jährlich werden rund 1,1 Milliarden Tonnen Stahl erzeugt, mit enormen Zuwachsraten. Überall finden wir diesen faszinierenden Werkstoff: In Hochhäusern, Brücken, Zügen, Maschinen bis hin zu alltäglichen Gegenständen wie Schrauben, Büroklammern, Töpfen oder Messern.

    Stahlerzeugung, eine heiße Sache

    Faszinierend sind auch die verschiedenen Verfahren der Stahlerzeugung. Am bekanntesten ist das Linz-Donawitz-Verfahren (LD-Verfahren), auch Sauerstoffblasverfahren genannt.

    In den LD-Konverter werden flüssiges Roheisen und Stahlschrott eingefüllt sowie Schlackenbildner hinzugegeben. Über eine Lanze wird Sauerstoff in die Schmelze geblasen. Dabei verbrennen die für den Stahl schädlichen Begleitelemente wie Schwefel, Phosphor und Kohlenstoff und gehen in Rauchgas oder Schlacke über. Durch die enorme Wärmeentwicklung wird der Schrott aufgeschmolzen.

    Recht verbreitet sind auch Elektrostahlwerke mit Elektrolichtbogenöfen, Ein von drei Graphitelektroden zum Schmelzgut verlaufender Lichtbogen erzeugt Temperaturen bis zu 3500 °C und bringt das Material zum Schmelzen. Der Schmelzprozess dauert ca. 30 – 45 Minuten.

    Für beide Verfahren beträgt die typische Chargengröße 100-150 t. Weiterhin gibt auch Stahlformen mit einem Fassungsvermögen bis zu 350 t.

    Weiterverarbeitung: Der Rohstahl wird unterhalb des Konverters/Elektroofens in eine Stahlgießpfanne abgegossen. Diese Pfanne befindet sich auf einer Pfannenfähre. Nach Abguss aus dem Gießbereich fährt diese unterhalb des Konverters heraus und übergibt das Material an die Kranwaage für den Weitertransport.